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23 November 2007

Palmöl zerstört den Regenwald

Geschrieben von Gerhard Zirkel in Kategorie: Asien .

 

Von der Umweltschutzorganisation Greenpeace kommen alarmierende Meldungen zur rasanten Zerstörung weiter Torfmoorwälder in Indonesien.

Die tropischen Torfmoore Indonesiens sind in den letzten 10.000 Jahren entstanden und haben dabei gewaltige Mengen CO2 eingelagert. Nach Angaben von Greenpeace gibt es in Indonesien (noch) 22,5 Millionen Hektar Torfboden, 12% der Gesamtfläche des Landes. Diese Fläche speichert geschätzte 42 Milliarden Tonnen CO2.

Diese CO2 Speicher sind nun akut gefährdet. Um Platz für Palmölplantagen (auch für den deutschen Bedarf) zu schaffen, werden alleine auf der Insel Sumatra pro Stunde ca. 300 Fußballfelder Wald abgeholzt.

2,6 Milliarden Tonnen CO2 setzt Indonesien damit pro Jahr frei. Das ist mehr als Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen und macht das Land zum drittgrößten Erzeuger von Treibhausgasen weltweit.

Mehr Information findet sich auf der Seite von Greenpeace:

http://www.greenpeace.de/themen…

Gerhard Zirkel

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2 Kommentare bis jetzt...

guenter schrieb:

31 Mai 2008 at 04:12.

Lieber Gerhard,

jetzt gibt es schon so viele Argumente gegen die Verwendung von Palmöl als Treibstoff. Und wie wird darauf reagiert? Hat das schon mal jemand zusammen gestellt?

Und laut einer neueren Meldung – die Quelle ging mir leider verloren – soll ja die Ökobilanz sowieso total negativ sein, weil durch die Düngung Lachgas frei wird, das ein hundertfach stärkeres Treibhausgas ist als CO2.
Wo bleiben die EU-Beamten mit ihren Nachhaltigkeits-Vorschriften?

Ich bin in Indonesien als – ungefragter – Berater für manche Ratlose (z.B. kritische Plantagenbetreiber, die es auch gibt) tätig und werde als Interpret des treibstoffgeilen Westens angesehen.
Deshalb also mein großes Interesse, die zukünftige Interessens- und Gesetzeslage zu erkunden.

Vielleicht kannst du mir helfen.

Guenter.

Gerhard Zirkel schrieb:

31 Mai 2008 at 07:29.

Hallo Guenter,

ich würde dir liebend gerne helfen, aber so wie es momentan aussieht wird gar nicht auf diese Ereknntnisse reagiert. Die EU hält immer noch an ihrer Beimischungsquote fest, nur ganz langsam sickert durch dass es Kritik gibt. Ob die etwas ändert, bleibe dahingestellt.

Lediglich die Tatsache, dass viele Autos die Beimischung nicht vertragen könnten, hat etwas für Aufregung gesorgt. Aber wenn die Agrartreibstoffe nicht in den Autos verheizt werden, dann eben in den Kraftwerken.

Quellen für die negative Ökobilanz gibt es schon mehrere, ich habe hier im Blog schon mehrfach berichtet.

Das es in Indonesien auch kritische Plantagenbetreiber gibt, war mir neu. Aus dieser Weltgegend erreichen mich immer nur neue Scheckensmeldungen der Zerstörung. Vielleicht hast du Lust, ab und zu von deiner Tätigkeit dort zu berichten. Ich könnte das hier als Gastartikel bringen. Das würde vielleicht helfen die Gesamtsituation besser verstehen zu können.

Gerhard Zirkel

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