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18 Dezember 2007

Klimagerechter Waldumbau

Geschrieben von Sven Christeleit in Kategorie: Deutschland; Wald .

 

Der Klimawandel ist längst in unseren heimischen Wäldern angekommen.  Auf vielen Forstflächen wurden Bäume wie Fichten, Kiefern und Lärchen angebaut. Diese Baumarten werden bei steigenden Temperaturen vermehrt von Schädlingen befallen, und stellen so ein wachsendes Anbaurisiko dar. Gehören diese Bäume zudem ursprünglich in den Alpenbereich und in den Norden, und wurden allein  aus schneller Ertragserwartung in den Mittelgebirgen angepflanzt.

 

Dauerhaft werden sich Laubgehölze wie Berg- und Spitzahorn, sowie die Vogelkirsche durchsetzen, aber auch die Douglasie und die Robinie. Zudem Traubeneiche, Esche und Rotbuche je nach Region. In manchen Gegenden, wie in Ostwestfalen, sind Eschen und Rotbuchen je nach Boden, schon seit langem  die Hauptbaumart der Wälder.

 
Unsere  Bäume müssen sich langfristig wahrscheinlich auf trockenere Sommer einstellen, aber zudem auch tiefere Fröste immer noch vertragen können.

Südeuropäische Baumarten, wie die Esskastanie und die Flaumeiche werden durch die zur Zeit noch kalten Frostphasen im Winter, zu stark im Wachstum geschwächt und wandern nur schwer ein und sind für den gezielten Forstanbau zur Zeit nur in sehr wenigen Gegenden  geeignet.

 So wie es aussieht werden unsere Wälder in Zukunft etwas mehr Laubblätter haben und weniger Nadeln.  So oder so. Ich hoffe Deutschland bleibt auch mit dem Klimawandel grün. Und ich hoffe, dass die Förster mit ihren Augen und ihrem Sachverstand erkennen, in welche Richtung sich unsere Wälder natürlicher Weise entwickeln würden, und dies auch zulassen.

 

Sven Christeleit

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