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15 Januar 2008

Palmöl bedroht artenreiche Vogelwelt

Geschrieben von Gerhard Zirkel in Kategorie: Asien; Australien .

 

Die internationale Vogelschutzorganisation Birdlife International warnt vor der steigenden Bedrohung seltener Vogelarten auf der Insel Neu-Britannien.

Die pazifische Insel Neu-Britannien, die zu Papua-Neuguinea gehört, leidet schon seit vielen Jahren unter der exzessiven Abholzung ihrer Wälder zugunsten von Palmölplantagen. Alleine zwischen 1989 und 2000 wurden nach Angaben von Birdlife ein Achtel der gesamten Waldfläche der Insel gerodet, im Tiefland der Insel sogar 20%.

Das bringt viele der nur auf Neu-Britannien existierenden Vogelarten an den Rand des Aussterbens.

Schuld an der negativen Entwicklung ist der steigende Weltbedarf an Palmöl. Daran ist auch Deutschland maßgeblich beteiligt. Nicht nur, dass sich Palmöl in vielen Lebensmitteln wieder findet, plant die Bundesregierung auch noch eine erhöhte Zugabemenge von Palmöl zu Dieselkraftstoffen.

Betrachtet man die Zerstörungen, die der Anbau von Ölpalmen verursacht ist diese Art nachwachsender Rohstoff keineswegs so „Öko“ wie man es uns weismachen will.

Nachdem auf Borneo und Sumatra bis auf ein paar umkämpfte Schutzgebiete jeglicher Wald abgeholzt wurde, konzentriert sie die Palmölindustrie nun auf das indonesische West-Papua sowie auf Papua-Neuguinea.

Quellen:
Rettet den Regenwald e. V.
Birdlife
Biological Conservation 141: 56-66 (2007)

Gerhard Zirkel

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