10 März 2008
Arbofilia – Baumfreunde in Costa Rica
Geschrieben von Gerhard Zirkel in Kategorie: Südamerika .
Lang lang ists her, dass ich hier den letzten Beitrag geschrieben habe. 7 Tage sind für einen Blog eine halbe Ewigkeit, Sorry dafür. Ich war die letzten Tage einfach zu viel unterwegs um sinnvolle Beiträge verfassen zu können, selbst jetzt sitze ich im Cafe der Neukölln-Arcaden in Berlin – far far from home …
Aber dennoch kommt wieder was und zwar zu Arbofilia.
Arbofilia ist eine gemeinnützige Umweltschutzorganisation in Costa Rica, mit Hauptsitz am südöstlichen Rand des 4700 Hektar großen Carara National Parks in der Zentral-Pazifik Region am Golf von Nicoya. Arbofilia heißt übersetzt so viel wie „Baumfreunde“, daher die Überschrift.
Die Priorität legt Arbofilia darauf, die Menschen in der Region zu nachhaltigem Wirtschaften zu bewegen und ein höheres Bewusstsein für die Verantwortung für sich selbst und ihren Lebensraum zu schaffen.
Und natürlich darauf, so viel Wald wie möglich zu schützen und wieder aufzuforsten. In der Gegend um den Carara-Nationalpark gibt es nämlich nur noch vereinzelte Waldgebiete die nicht geeignet sind ein langfristig stabiles Ökosystem zu bilden.
Das ursprünglich zusammenhängende Waldgebiet wurde für Viehweiden und die Landwirtschaft gerodet. Das hat nicht nur negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt in der Region, sondern auch auf die Wasserversorgung der Menschen. Teilweise wandern in Costa Rica ganze Dorfgemeinschaften in die Städte ab, weil das Wasser knapp wird.
Um dies zu ändern arbeitet Arbofilia daran, einen natürlichen Korridor zwischen den Tieflandregenwäldern von Carara und den Hochlandnebelwäldern der La Potenciana Berge herzustellen. Der sorgt dann zumindest dafür, dass Tierarten die zwischen den einzelnen Gebieten wandern müssen, wieder heimisch werden und dass sich wieder ein halbwegs funktionierendes Ökosystem einstellt.
Das Gebiet des sog. ”Carara-Ecological Corridor” (CEC) beinhaltet zwölf verschiedene Lebenszonen mit geschätzten 500 bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Zudem fungiert es als Windschutz zur Stabilisation des Mikroklimas der verschiedenen Vegetations- und Niederschlagszonen.
Solch ein Korridor erstellt sich nur nicht mal eben von selbst, Arbofilia arbeitet seit vielen Jahren daran und kommt dennoch nur langsam vorwärts. Die aufzuforstenden Gebiete müssen angekauft werden, die Bevölkerung muss so ausgebildet werden, dass sie den Sinn des Waldschutzes versteht, es müssen Systeme geschaffen werden die es der Bevölkerung erlauben mit dem Wald ihren Lebensunterhalt zu verdienen und nicht zuletzt müssen Bäume gepflanzt werden. Denn von alleine wird sich der Regenwald nicht so bald erholen.
Dabei finanziert sich Arbofilia nahezu komplett selbst, ist aber gerade bei größeren Landkäufen auf Hilfe von Außen angewiesen. Die kommt beispielsweise von Pro Regenwald und aus einem sehr interessanten Volonteer Programm. Im Rahmen dieses Programms kann jeder der das möchte für ein paar Wochen nach Costa Rica reisen und bei Arbofilia mithelfen.
Was das kostet und wo es weitere Infos gibt, bringe ich in den nächsten Tagen hier im Blog. Wer das nicht erwarten kann, findet meine Mailadresse im Impressum.
Gerhard Zirkel
Stichwörter: Arbofilia, Carara, Costa Rica, Korridor, pro regenwaldÄhnliche Artikel:
2 Kommentare bis jetzt...
50 Cent kann jeder! Und wie viel kannst du? schrieb:
6 November 2009 at 13:54.
[...] Nun brauchen sie mal wieder ganz konkrete Hilfe. Eigentlich nicht Pro-Regenwald sondern eine Partnerorganisation in Costa Rica namens Arbofilia. Die kaufen seit Jahren Quadratmeter um Quadratmeter Regenwald oder abgeholzte Flächen um einen durchgehenden Korridor zwischen mehreren Restwäldern zu schaffen, siehe: http://www.waldblog.de/200…osta-rica/ [...]
50 Cent kann jeder! Und wie viel kannst du? » Von Gerhard Zirkel » Der Waldblog schrieb:
6 November 2009 at 13:55.
[...] Nun brauchen sie mal wieder ganz konkrete Hilfe. Eigentlich nicht Pro-Regenwald sondern eine Partnerorganisation in Costa Rica namens Arbofilia. Die kaufen seit Jahren Quadratmeter um Quadratmeter Regenwald oder abgeholzte Flächen um einen durchgehenden Korridor zwischen mehreren Restwäldern zu schaffen, siehe: http://www.waldblog.de/200…ta-rica/ [...]