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11 März 2008

Das echte Dschungelcamp – Teil 1

Geschrieben von Gerhard Zirkel in Kategorie: Annette in Costa Rica .

 

Nachdem ich ja schon von Costa Rica, von Arbofilia und von deren Volonteerprogramm berichtet hatte, kommt es jetzt gleich ganz Dicke. Anette, ihres Zeichens ehrenamtliche Pro-Regenwaldlerin ist nämlich am Sonntag nach Costa Rica geflogen (zusammen mit einem Monitor, der zu Arbofilia musste) und berichtet live und in Farbe von ihrem Aufenthalt dort.

Hier der erste Bericht:

Angekommen, endlich… eine kleine Odyssee war es schon- angefangen von dem technischen Problem in der linken Düse des Martinair Fliegers in Amsterdam (für die Techniker: laut anzeige war das Öl kontaminiert, war aber wohl eine Fehlanzeige, wie sich nach der Überprüfung gezeigt hat), dann dem stressigem umsteigen in Miami (dabei wollt hab ich mich schon so drauf gefreut von hier ein erstes Lebenszeichen zu schicken).

Durch die vorhergehende Verspätung war dann eile angesagt – keine Ahnung, warum die Amis einen erst durchleuchten und Zollerklärung unterschreiben lassen, wenn man doch eigentlich nur eines will: Dieses land so schnell wie möglich wieder verlassen… Anschläge kann ich jetzt nicht mehr unbemerkt verüben (es sei denn ich benutze Handschuhe), denn meine beiden Zeigefinger sind jetzt im System).

Auf dem Flug von Miami nach Costa Rica sitzen dann tatsächlich schon zwei einheimische neben mir, ein Vater mit seiner ca. 7 jährigen Tochter… der Versuch meine im vorangegangen Flug angeeigneten Spanischkenntnisse anzuwenden scheitert kläglich, aber es gibt ja auch noch Hände und Füße und so habe ich dann einen bankangestellten aus Puntarenas kennengelernt- immerhin klappt die Völkerverständigung soweit, dass wir uns darauf einigen konnten, dass das costaricanische Imperialbier hervorragend schmeckt (ich vermute, dass ein deutscher Braumeister wie so oft dahinter steckt, v.a. die Farbgebung der dosen & der seltsame Adler deuten stark darauf hin – mit Costa Rica hat das nicht viel zu tun).

Im Flieger von Amsterdam nach Miami habe ich übrigens den ersten Menschen kennen gelernt, der aus dem Al-Gore film Konsequenzen gezogen hat und jetzt weniger das licht brennen lässt und kurze strecken auch mal mit dem Radl fährt (dafür jettet er beruflich um die ganze Welt) – aber das nur am Rande.

Beim Landeanflug auf San Jose bei Nacht wird der Unterschied zu Miami richtig offensichtlich: Gut ausgeleuchtete Highways sind nicht zu sehen, auch kaum Autos… es scheint auch so, als ob niemand in seinem haus ein licht brennen hat, einzige Lichtquellen sind die flackernden Natriumlampen.

Tja, nach der Ankunft in San-Jose dann vergebliches warten auf Miguel (wobei ich insgeheim schon damit gerechnet hab, dass das Abholen wohl nicht soo gut klappen wird, das wär das erste mal, das was auf Anhieb klappt). Na ja, ist aber weiter kein Problem, mit Unterkunftsangeboten wird man eh überhäuft und am ersten Abend für eine Nacht zahl ich dann halt einen etwas überteuerten Preis…

Der backpackers-taxifahrer kann mir tatsächlich ein Zimmer für 18 USD vermitteln, dafür wird mir auch der Monitor ins Zimmer getragen… der Monitor hat am Flughafen die meisten Probleme verursacht… denn bis zum Geldautomaten wollte ich ihn nicht unbedingt schleppen – dabei hatte ich doch alles so schön geplant:

Arbofilia EingangEinlösen der Travellerschecks in Miami (hat die dortige Wechselstube nicht angenommen), dann kauf einer Telefonkarte und ein Anruf bei Arbofilia, dass ich tatsächlich auf dem weg bin, so hab ich mir das vorgestellt…

Na ja, der costaricanische Automat gibt mir jedenfalls weder für die Master, noch für die Ec- karte Geld (die Kiste mit dem Monitor behütet in der Zwischenzeit eine niederländische travellerin), also doch Wechselstube, die kurz vorm schließen ist. nur Dollars bekomm ich hier keine, nur jede menge Colones, auf die ich eigentlich gerne verzichtet hätte (1 USD = ca. 400 Colones), Geld ist halt doch nicht gleich Geld.

Miguel jnrDas de luxe backpackers in San Jose macht seinem Namen jedenfalls alle ehre- ich bekomme dann auch noch ganz de luxe ein Einzelzimmer, das ich mir mit dem Monitor teile. Bei den Arbofilias geht niemand ans Telefon… (mittlerweile ist es auch schon 23:30).

Am nächsten morgen wird dann endlich alles gut: Der große Miguel hebt ab und holt mich 2,5 stunden später auch ab und wir fahren zu seinem halbfertigen haus, das allen vorangegangenen stress vergessen lässt.

Natürlich herrscht Holz hier vor, vom Parkett bis zu den Dachbalken. Wir machen uns an die Planung für die nächste woche- morgen geht es raus zur Station el sur in der nähe des Carara nationalparks – gemeinsam mit zwei kanadischen Botanikprofessoren… mal sehen, ob mein Jägerlatein hier weiterhelfen wird.

Den nächsten Eintrag wird es also wahrscheinlich erst in einer guten Woche geben (der kleine Miguel (Im Bild mit Kettensäge) will mich allerdings auch noch in der Osterwoche in die Berge schleifen).

Ich sitze hier übrigens mit der Daunenweste, die ich wohlweislich mitgenommen habe, denn so richtig tropisch warm war es heute Vormittag mal, aber jetzt weht ein kühler wind und ich bin froh um meinen Schal ;-)

liebe grüsse
Anette

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Ein Kommentar bis jetzt...

Das echte Dschungelcamp – Teil 16 – das Ende » Von Gastautor » Der Waldblog schrieb:

18 April 2008 at 08:23.

[...] ‘clean’ wie bei Miguel, der nur bereits am Boden liegendes Holz verarbeitet (siehe Blog 1 & [...]

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