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26 März 2008

Das echte Dschungelcamp – Teil 8 – Bocas

Geschrieben von Gastautor in Kategorie: Annette in Costa Rica .

 

Bocas WaterfrontGestern Vormittag bin ich mit dem Wassertaxi in Bocas del Toro gelandet, sehr malerisch, aber die Kulisse hat leider auch ihren Preis.

Zum Glück gibt es in der Spanischsprachschule eine Küche, denn wenn man zum einen keine Hülsenfrüchte mag, nicht auf Paniertes steht und sich darüber hinaus auch noch halbwegs fleischlos ernähren möchte, stößt man hier schnell an seine Grenzen.

Auch an die vielen tropischen Früchte kommt man nicht ohne Weiteres ran, denn im Supermarkt gibt es in erster Linie nur amerikanische Äpfel und selbst das Angebot an Säften ist auf Apfel, Orange, Trauben oder auch mal einen Tropenmix beschränkt…- die Fleischtheke ist dafür ca. 3 x so umfangreich wie das Gemüseregal.

Bocas Schule

Obwohl die Häuser zum Teil im Meer stehen kann man keinen frischen Fisch bekommen…

Was soll’s, ich bin ja auch in erster Linie zum Spanisch lernen hier und die Leute sind wirklich nett – den Strand habe ich noch nicht entdeckt, denn heute hat es den ganzen Tag geregnet… – ideal zum bloggen also.

Woher weiß man jetzt, ob man gerade in Panama oder in Costa Rica ist… – beide werden aufgrund ihres relativen Wohlstandes auch die Schweiz Lateinamerikas genannt, ich hab den Eindruck, dass Panama noch ein bisschen schweizerischer ist.

Immerhin ist der Kanal auch eine stete Einkommensquelle.

In David fallen vor allem die indigenen Frauen des Volkes der Ngobe Bugle aufgrund ihrer leuchtenden Kleider verstärkt auf- leicht lässt man sich darüber hinwegtäuschen, dass diese Menschen oft am unteren Ende der Einkommensskala dieses relativ reichen Landes leben.

Bocas Frauen

Den Besuch einer Schule übernimmt der Staat nur für die absolute Grundausbildung, viele Indigene bleiben Analphabeten und so ist das Geld, das sie durch Land- oder Holzverkäufe einnehmen auch schnell wieder ausgegeben, ohne das sich ihre Situation dadurch wesentlich verändern würde.

Bocas Veronika

In Costa Rica haben die indigenen Völker einen verschwindend geringen Anteil (ca. 1 %) der Bevölkerung und leben zurückgezogen in Reservaten.

Costa Rica hat stattdessen einen hohen Prozentsatz an Naturschutzgebieten, was aber noch lange nicht heißt, dass die Leute hier umweltbewusster sind als woanders… viele Korallenriffe sind aufgrund des Abfallstroms bereits abgestorben.

Warum Panama auch Bananenrepublik genannt wird habe ich noch nicht herausgefunden, auf der Fahrt von David nach Bocas im westlichen Teil des Landes herrschen jedenfalls Rinderweiden vor, im Tiefland nahe der Küste sind auch Ananasfelder zu sehen.

So, morgen werde ich mal erkunden, wie Panama unter Wasser aussieht…

Hasta Luego
Annette
www.pro-regenwald.de

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