7 April 2008
Der Wald hat keine traurigen Kinderaugen
Geschrieben von Gerhard Zirkel in Kategorie: Allgemein .
Derzeit beschäftige ich mich unter Anderem damit, für Pro-Regenwald Sachspenden zu organisieren. Von der Leinwand über einen Beamer bis zu Computertechnik werden eine Menge Dinge benötigt. So manche Gerätschaften mit denen hier täglich gearbeitet wird, wären im Museum besser aufgehoben.
Einige Unternehmen zeigen sich hier sehr spendabel, dazu in späteren Artikeln mehr. Sehr oft bekomme ich allerdings Absagen aus denen hervorgeht, dass man Sachspenden lieber Karitativen Organisationen zukommen lässt.
Traurige Augen verhungernder Kinder sind halt wesentlich werbewirksamer als schnöder Wald.
Dass so manches Kind aber nur deshalb verhungert, weil skrupellose Konzerne seinen Lebensraum platt machen (oder gemacht haben), so weit scheint das Denken der Menschen noch nicht zu reichen.
Menschen zu helfen, denen es nicht so gut geht wie uns ist natürlich wichtig. Nicht vergessen sollte man meiner Meinung, dass diese Menschen auch dauerhaft einen Lebensraum benötigen. Wird der nicht erhalten, nützt das ganze Spenden nichts.
Aber hier zeigt sich halt mehr als deutlich, warum gerade Unternehmen spenden. Nicht um der Gesellschaft etwas von dem zurückzugeben, was man sich in der Vergangenheit häufig einfach genommen hat, sondern um sein Image in der Öffentlichkeit aufzubessern. Und da sind verhungernde Kinder schon immer ein gutes Mittel zum Zweck gewesen.
Wie auch immer, ich werde nicht aufgeben.
Gerhard Zirkel
Stichwörter: Afrika, Kinderaugen, Sachspenden, Spenden, verhungern, Wald