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18 April 2008

Das echte Dschungelcamp – Teil 16 – das Ende

Geschrieben von Gastautor in Kategorie: Annette in Costa Rica .

 

San Jose, mit Werbeflächen überzogen, dennoch kann man darunter ein paar Perlen entdecken, z.B. das costaricanische Kunstmuseum (www.ilustracionydiseno.com/museoarte/museo.htm)

Darüber hinaus ist in San Jose zur Zeit gerade ein Kunsthandwerksmesse, bisher war ich ja der Meinung, dass Minitathurochsenkarren das einzige Kunsthandwerk ist, das Costa Rica zu bieten hat, hier werde ich eines Besseren belehrt.

Für Schmuck werden anstelle von Perlen Samen in allen möglichen Variationen verwendet,

Samenschmuck

mein persönliches Highlight ist Schmuck aus violettem Holz, dem Purple Heart. Stellt sich nur die Frage, wo die Leute das Holz dafür hernehmen, leider ist nicht alles so ‘clean’ wie bei Miguel, der nur bereits am Boden liegendes Holz verarbeitet (siehe Blog 1 & 2).

Ansonsten bin ich hier vorwiegend Schreibtischtäter, geographische Karten sollen digitalisiert werden, um einen schnellen Überblick zu ermöglichen. Dann gilt es einen Weg zu finden, der eine Nutzung der Regenwaldlodge in El Sur zulässt, so dass sie noch etwas Geld zum Bäume pflanzen abwirft.

Allein mit der Unterbringung von freiwilligen Helfern ist es leider nicht getan, die werden zukünftig die frische Bergluft in Galan und Potenciana schnuppern dürfen. Auch in diesen abgelegenen Gegenden wird das Land immer teurer und Miguel von Arbofilia bricht es fast das Herz, weil er ein Angebot für ein 100 ha Grundstück zu einem besonders günstigen Preis und in einer Schlüsselposition für den ökologischen Korridor gelegen, mangels finanzieller Mittel leider nicht annehmen kann.

Grosse, zusammenhängende Grundstücke sind relativ gesehen oft wesentlich günstiger als kleine, nur kosten sie absolut gesehen halt doch mehr Geld.

Heute habe ich mich vom Schreibtisch entfernt, um ein amerikanisches Unternehmen aufzusuchen, das Investitionen mittels Plantagen vermehrt. Hier ist läuft es etwas anders ab, als bei Futuro Forestal, weniger transparent. Fast habe ich den Eindruck, als ob meine Frage nach der Differenz der Rendite von Investitionen in einheimische Baumarten versus Teak als abwegig aufgefasst wird.

Eine Antwort ist mir die Dame bisher schuldig geblieben, aber die Zahlen lassen sich früher oder später bestimmt im Finance-Department ausfindig machen- Klar, dass eine Investition in Bäume auch mit Emotionen verbunden ist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass außer mir niemand danach fragt.

Immerhin besteht tatsächlich die Möglichkeit in einheimische Baumarten zu investieren, nur leider war es nicht möglich die Flächen zu besichtigen (außer man hat schon ein paar Bäume).

Zum Schluss noch eine gute Nachricht: die Eukalyptus Bäume im Sabana-Park in San Jose werden in naher Zukunft durch einheimische Baumarten ersetzt werden, damit auch die Stadtmenschen Eichhörnchen und ein paar Vögel beobachten können.

Sabana Park San Jose

Vielleicht ist das ja tatsächlich der Anfang von einem Umdenkprozess.

Mit diesem kleinen Schmetterling (Foto & Bild von Miguel Maffioli) verabschiede ich mich von allen Bloglesern,

Schmetterling

die mir treu geblieben sind und hoffe, dass der ein oder andere von Euch ab und an auch ohne Reisebericht den waldblog besucht.

Ansonsten freu ich mich schon ganz doll darauf Euch alle wieder zu sehen und hoffe das Pura Vida auch in München weiterführen zu können (jetzt startet ja glücklicherweise auch bald wieder die Biergartensaison)

Alles Liebe
Annette
www.pro-regenwald.de

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