29 Mai 2008
Neues Regenwaldschutzgebiet im Kongo geplant
Geschrieben von Gerhard Zirkel in Kategorie: Afrika .
Die Demokratische Republik Kongo (DRC) hat auf dem 9. UN-Umweltgipfel in Bonn (19.-30. Mai 08) angekündigt, weitere 13 bis 15 Millionen Hektar ihrer Landfläche unter Schutz zu stellen. Der größte Teil dieser Fläche besteht aus Regenwald.
Schon jetzt hat das Land etwa ein Zehntel seiner Fläche als Schutzgebiet ausgewiesen, mit den neuen Gebieten die in etwa der Fläche Griechenlands entsprechen sind es dann 15 Prozent.
Im Kongobecken befindet sich die zweitgrößte zusammenhängende Regenwaldfläche der Erde. Sie zählt zu den artenreichsten Gebieten, ist aber durch den jahrelangen Bürgerkrieg und die daraus resultierende Armut der Menschen in der Region stark gefährdet. Zudem gerät die Fläche zunehmend unter den Druck ausländischer Holzkonzerne.
Finanziert werden soll das neue Schutzgebiet unter Anderem durch Deutschland, denn die Demokratische Republik Kongo ist nach dem jahrelangen Bürgerkrieg selbst nicht in der Lage dazu. Umweltminister Sigmar Gabriel schlug vor, die neuen Schutzgebiete in die Konferenz-Initiative seiner Regierung zu einem “Netz des Lebens” einzubringen.
Bei der Planung und Einrichtung des Gebietes wird das Land vom WWF und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) unterstützt.
Siehe dazu eine Meldung des WWF: www.wwf.de/presse/det…genwaelder/
Das nützt sicherlich nicht nur dem Land und dem Lebensraum, sondern macht die Region attraktiv für Afrika Reisen. Das bringt Devisen und Sicherheit.
Gerhard Zirkel
Stichwörter: Afrika, Kongo, Naturschutzgebiet, regenwald, Schutzgebiet, WWFÄhnliche und weiterführende Beiträge
7 Kommentare bis jetzt...
Markus Jais schrieb:
30 Mai 2008 at 18:56.
Klingt sehr gut. Das ist nicht nur für die Natur im Kongo ein großer Schritt, sondern auch für die europäischen Zugvögel welche zum Teil im Kongo überwintern.
Bleibt zu hoffen, dass weitere Länder dem Beispiel vom Kongo folgen – und dass die reichen Länder hier Geld locker machen. Außer Deutschland und Norwegen haben auf dem UNO-Gipfel ja nicht viele Länder mehr Geld zugesagt.
Gerhard Zirkel schrieb:
30 Mai 2008 at 19:21.
Hoffen wir das Beste. Anscheinend haben die meisten Menschen immer noch keinen Schimmer, dass sie auf ihren Lebensraum angewiesen sind und dass sich dieser nicht im Fernseher befindet.
Gerhard Zirkel
So kann es nicht weiter gehen | Holzwurm-page, Holz mit Knoff Hoff schrieb:
31 Mai 2008 at 13:07.
[...] ist heute leider ein wenig der Kragen geplatzt als ich auf neues Regenwaldschutzgebiet im Kongo-geplant [...]
Michael Finger schrieb:
31 Mai 2008 at 13:13.
Hi, erst wollte ich hier Antwort, aber es ist etwas sehr lang geworden, daher habe ich es unter http://www.holzwurm-page.de/blog/so-kann-es-nicht-weiter-gehen.htm , es gibt da noch gan andere Sachen die nie ein Mensch sieht, weil man es nicht merkt oder weil man es nicht sehen möchte??
MfG
Michael finger
Holtechniker
Gerhard Zirkel schrieb:
31 Mai 2008 at 14:18.
Hi,
es gibt eine Menge Dinge, die die Menschen nicht sehen weil sie ihnen niemand zeigt. Von alleine kommen die Wenigsten auf die Idee, das ihr Handeln Nachteile haben könnte.
Manche wollen aber auch nichts sehen, weil es bequemer ist nichts zu sehen.
Gerhard Zirkel
So kann es nicht weiter gehen | schrieb:
1 Juni 2008 at 00:15.
[...] ist heute leider ein wenig der Kragen geplatzt als ich auf neues Regenwaldschutzgebiet im Kongo-geplant folgendes gelesen habe: [...]
Thialfi schrieb:
7 Juni 2008 at 19:30.
Also ich will gar nicht wissen, in welchen dunklen Kanälen die dafür vorgesehenen Gelder letztendlich verschwinden. Irgendein Möchtegern-Kriegsherr, äh verzeihung bitte, Politiker, wird sich damit schon die Taschen füllen. Ich halte die ganze Aktion für vorgeschoben um eigene Versäumnisse beim Arten-, Wald- und Umweltschutz zu kaschieren.
Hier, wo man selber nicht allzuviel zum Wohle der Umwelt auf die Reihe kriegt, macht die Industrie praktisch was sie will und in den Ländern der Dritten Welt, wo man nicht mal in der Lage ist, mit seinen Euronen die Menschenrechte durchzusetzen, will man allen Ernstes den Wald schützen, den Menschen Arbeit geben und überhaupt…………Also ich find allein den Gedanken schon krass. Das Geld werden sie sicher gerne nehmen, alles andere fällt vermutlich unter die Rubrik Neokolonialismus der Industriestaaten.
Grüsse von Thialfi