6 Juni 2008
Podiumsdiskussion, Biodiesel-Boom – Fluch oder Segen?
Geschrieben von Gerhard Zirkel in Kategorie: Kalender .
| 9. Juni 2008 | ||
| 19:30 |
Ökonomische, ökologische und soziale Aspekte eines neuen Wachstumsmarktes
München, Eine-Welt-Haus, Schwanthalerstr. 80 , Rgb.
Die Produktion von Biodiesel in Ländern der so genannten “Dritten Welt” – aber nicht nur dort – ist heftig umstritten.
Einerseits bietet der Biodieselanbau diesen Ländern die Chance, als Lieferant von Agrotreibstoffen internationale Märkte zu erschließen: Niedrige Lohnkosten und große Flächen ziehen eine wachsende Zahl ausländischer Investoren ins Land. Sie bringen Know-how und Technologien mit und schaffen Einkommensmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung. Und der Einsatz von Biodiesel ist in Zeiten eines extrem steigenden Ölpreises natürlich eine verlockende und zudem umweltverträglich erscheinende Alternative zu herkömmlichem Benzin.
Auf der anderen Seite weisen Kritiker des Biodiesel-Booms auf die negativen sozialen und ökologischen Folgen hin, wenn die Kraftstoffproduktion auf Kosten des Anbaus dringend benötigter Nahrungsmittel geht. Die steigenden Lebensmittelpreise werden nicht zuletzt mit dem zunehmenden Biodiesel-Anbau in Verbindung gebracht. Und wenn für die Biodiesel-Produktion ökologisch wertvolle Regenwälder gerodet werden müssen, dann steht auch die Umweltbilanz dieses Treibstoffs in Frage.
Die Diskussion versucht, diesen Fragen nachzugehen – unter anderem am konkreten Beispiel Äthiopiens.
Es diskutieren:
Reinhard Kaiser
Leiter der Unterabteilung Erneuerbare Energien im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Ruth Paulig
MdL, Diplom-Biologin, umweltpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag
Christian Peters-Berries
Direktor Landesbüro Äthiopien, Heinrich-Böll-Stiftung
Dr. Sandra Altherr
Diplom-Biologin, Pro Wildlife e.V., München
Moderation:
Christine Chemnitz
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Nachricht erhalten von:
Reinhard Behrend
Rettet den Regenwald e. V.
Friedhofsweg 28
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