1 September 2009
Tropenbäume fallen für Nürnbergs Parkbänke
Geschrieben von Gerhard Zirkel in Kategorie: Deutschland .
So die Überschrift eines Artikels in der Roth Hilpoltsteiner Volkszeitung in dem es um die geplante Umrüstung von 3500 Nürnberger Parkbänken geht. Diese sollen nach und nach mit Tropenholz aus Wäldern in Kamerun und Kongo ausgerüstet werden. Die lange Lebensdauer führt man dabei als Argument an und etwas unsicherer das Schaffen von Arbeitsplätzen in der dritten Welt.
Dass man damit aber auch die Lebensgrundlage der Menschen dort vernichtet und das so deutlich hervorgehobene FSC-Zertifikat der Hölzer oft nicht das Papier wert ist auf dem es gedruckt wurde, das hört man wohl nicht so gerne.
Schade, dass solche Aktionen immer noch ungehindert laufen, ist ja nicht so dass wir in Deutschland keine geeigneten Hölzer hätten – nur die sind halt nicht zum Dumpingpreis zu haben…
Hier der ganze Artikel: http://www.roth-hilpoltsteiner-volkszeitung.de/artikel.asp?art=1078828&kat=10&man=15
Gerhard Zirkel
Stichwörter: Raubbau, regenwald, TropenholzÄhnliche Artikel:
4 Kommentare bis jetzt...
Tropenholz ist wohl doch nicht die Patentlösung » Von Gerhard Zirkel » Der Waldblog schrieb:
26 September 2009 at 12:08.
[...] ich kürzlich über Nürnbergs Pläne berichtete, 3500 Parkbänke mit afrikanischem Tropenholz auszurüsten, vorwiegend wegen der [...]
Immer noch Nürnbergs Parkbänke … » Von Gerhard Zirkel » Der Waldblog schrieb:
9 Oktober 2009 at 10:35.
[...] fallen für Nürnbergs Parkbänke – so titelte bereits am 1. September einer meiner Artikel über die Pläne der Stadt Nürnberg, 3500 Parkbänke ausgerechnet mit Tropenholz [...]
Sven schrieb:
13 Oktober 2009 at 20:34.
Die Alternative zu Tropenholz ist Thermoholz. Dabei werden heimische Holzarten, wie die Lärche oder Buche durch Hitze so behandelt, das sie praktisch nicht verrotten .( Also nur sehr langsam)
Die Haltbarkeit ist Ähnlich wie beim Tropenholz. Auch der Austausch der alten Bänke durch Bänke aus Stahl, es gibt dort recht sitzfreundliche Modelle, ist eine praktikable Lösung, die die hohen Unterhaltungskosten minimieren. Im Herbst und Winter sind die verzinkten Stahlbänke zwar etwas kalt am Hintern, aber der vorsorgliche Fußballfan nimmt sich ja auch ein kleines Sitzkissen mit, wenn er ins Stadion geht.
Gerhard Zirkel schrieb:
13 Oktober 2009 at 20:54.
Hi Sven,
das Thermoholz war meines Wissens schon im Gespräch, wurde dann aber abgelehnt weil es angeblich nicht so belastbar ist wie Tropenholz. Ich vermute ja, dass irgendeiner der Entscheidungsträger irgendwie davon profitiert wenn Tropenholz verwendet wird – aber das ist natürlich reine Spekulation …
Gerhard