26 September 2009
Tropenholz ist wohl doch nicht die Patentlösung
Geschrieben von Gerhard Zirkel in Kategorie: Deutschland .
Nachdem ich kürzlich über Nürnbergs Pläne berichtete, 3500 Parkbänke mit afrikanischem Tropenholz auszurüsten, vorwiegend wegen der langen Haltbarkeit, nun ein herber Rückschlag für die exotischen Bretter.
Dass Tropenholz dieser Art doch nicht die Patentlösung in Sachen Lebensdauer ist, muss nun ausgerechnet die Stadt Nürnberg erfahren. Dort hat man vor etwa 25 Jahren den Hopfengarten-Steg in Eibach aus afrikanischem Bongossi Holz gebaut. Laut Hersteller sollte sie wesentlich länger halten als 25 Jahre, dummerweise wusste das der Pilz nicht, der die Holzbohlen der Brücke nun fast vollständig ausgehöhlt hat.
Nun muss sie abgerissen werden, die tolle Tropenholzbrücke und vermutlich noch ein paar weitere die auch aus diesem Holz erbaut wurden. Vielleicht kommt man nun darauf, dass Tropenholz in den Tropen bleiben sollte, zumindest sind mir Bauwerke bekannt, die aus deutscher Eiche erbaut wurden und schon mehrere hundert Jahre alt sind – ohne Pilzbefall.
Gerhard Zirkel
Stichwörter: Afrika, Nürnberg, TropenholzÄhnliche Artikel: