9 Oktober 2009
Immer noch Nürnbergs Parkbänke …
Geschrieben von Gerhard Zirkel in Kategorie: Deutschland .
Tropenbäume fallen für Nürnbergs Parkbänke – so titelte bereits am 1. September einer meiner Artikel über die Pläne der Stadt Nürnberg, 3500 Parkbänke ausgerechnet mit Tropenholz auszurüsten. Argumentiert wurde mit der vorhandenen FSC-Zertifizierung des Holzes, der längeren Beständigkeit und den günstigeren Kosten.
Einheimisches Holz wollte man nicht, warum auch immer. Dagegen liefen in letzter Zeit Umweltorganisationen Sturm und nicht nur die. Auch der Initiativkreis Holz aus der Frankenalb wetterte gegen die Stadt Nürnberg und ihre Pläne.
Es kann schließlich nicht sein, dass heutzutage eine Stadt die sich rühmt ach so umweltbewusst zu sein ausgerechnet Tropenholz verwendet – eine mehr als fadenscheinige FSC-Zertifizierung hin oder her.
Blogkollege Herwig Danzer berichtete: www.nachhaltigkeitsbl…berg.html
Offenbar tut sich jetzt aber was, denn wie der neueste Bericht lautet konnte Dipl. Ing. Forstw. Michael Müller, Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land, Mitglied im Initativkreis Holz aus der Frankenalb auf einer Sitzung des Umweltausschusses des Nürnberger Stadtrates zumindest die fachlichen Ungereimtheiten um die Eigenschaften von Sapelli und heimischer Eiche beseitigen.
Scheinbar hat irgend einer der Verantwortliches ein unerklärliches Interesse daran, unbedingt Tropenholz zu verwenden und hat in seinem Bestreben ein paar Fakten “verwechselt”. Diese Irrtümer auszuräumen, darum ging es dem Initativkreis Holz aus der Frankenalb.
Nun ja, hoffen wir das Beste und dass der Stadtrat sein Gehirn benutzen möge …
Gerhard Zirkel
Stichwörter: FSC, Nürnberg, TropenholzÄhnliche Artikel:
Ein Kommentar bis jetzt...
Unverzichtbar schrieb:
16 Oktober 2009 at 12:33.
So manches Holz muss einfach nicht sein…
[...] wie beim aktuellen Fall in Nürnberg. Anstatt deutsche Eiche zur Modernisierung von Parkbänken zu verwenden, möchte die Stadt ein Tropenholz kaufen. Das ist doch traurig – zum Glück wurde von kompetenter Stelle bereits interveniert. Es bleibt …